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Techniken um das Gedankenkarussel zu bremsen

von Mathias

Es ist grau und kalt draußen, es regnet und stürmt. Nein, das ist keine Einleitung zu einem Roman, sondern ein Montag-Morgen, der einfach nur scheiße beginnt. So einer, an dem man liebsten im Bett bleibt und nichts hören oder sehen will. Der Tag hat gar keine Chance, gut zu werden und unsere Gedanken fangen an zu kreisen. „Heute schaust du aber schlecht aus, und so viel Arbeit musst du auch noch erledigen. Gestern hat dich jemand als fett bezeichnet und an der Börse hast du auch noch Geld verloren. „Was kannst du eigentlich?“

Das klassische Gedankenkarussel also, das zu nichts führt und wenn man es nicht bremst, einem die Stimmung dermaßen versauen kann, dass man eigentlich keine Lust mehr hat irgendwas zu tun. Man fühlt sich einfach nur noch schlecht und steigert sich immer mehr in die Sache hinein. Ein Teufelskreis, der mit gewöhnlichem Verhalten nur sehr schwer zu durchbrechen ist.

Ich kenne das nur zu gut und möchte euch ein paar Tipps geben, wie man es schaffen kann, sich von den negativen Gedanken zu befreien, bzw. was mir persönlich geholfen hat.

Erst sollten wir mal klären, was ein Gedanke eigentlich ist. Da finde ich die Erklärung bei wikipedia ziemlich passend:

Ein Gedanke ist, was gedacht worden ist oder das Denken an etwas; eine Meinung, eine Ansicht oder ein Einfall bzw. ein Begriff oder eine Idee.

Soso, also eine Meinung, eine Ansicht oder ein Einfall. Also nichts Reales, nichts was wirklich passiert oder passieren muss. Und hier ist auch schon die erste Erkenntnis. Stimmt es denn, was ich denke?

Die Gedanken auf Wahrheit prüfen!

Fragt euch doch einfach mal selbst, ob es stimmt was ihr so denkt. Ist es die Wahrheit? Hinterfragt eure Gedanken und prüft Sie auf den Wahrheitsgehalt. Bei mir war es zum Beispiel oft so: „Du kannst das doch nicht, lass es einfach bleiben!“ Früher hätte ich mich in einen Strudel ziehen lassen und wäre schlecht drauf gewesen. Heute prüfe ich den Gedanken genau und stelle fest, dass es einfach nicht stimmt.

Ich habe schon sehr viel gute Arbeit abgeliefert und auch schon Dinge geschafft, die ich mir vorher nicht zugetraut hatte. Natürlich hat nicht alles immer geklappt, oder es ist auch einfach mal was in die Hose gegangen. Ich möchte hier auch bewusst nicht das Wort „Erfolg“ schreiben. Das ist ein weitreichender Begriff, den jeder anders definiert, wobei die meisten damit bestimmt den finanziellen Aspekt verbinden. Sucht in eurer Vergangenheit nach konkreten Situationen. Nach positiven Situationen. Ruft sie euch ins Gedächtnis. Dem ein oder anderen kann es vielleicht auch helfen, sich die Gedanken als Wolken am Himmel vorzustellen. Sie ziehen langsam vorbei und sind nicht weiter wichtig.

Ihr werdet schnell merken, wie sich die Stimmung hebt! Mit ein bisschen Übung könnt ihr schlechte Gedanken bzw. Grübelei gut erkennen und aus eurem Kopf verbannen. Beim Grübeln kommt man einfach an kein Ziel und bewegt sich immer im Kreis. Sagt euch ruhig auch mal gedanklich STOP!

„Junge, geht doch mal an die frische Luft!“

So platt der Spruch von Mutti auch ist, so viel Wahrheit steckt dahinter. Mal ordentlich das Hirn durchlüften, die frische Luft einatmen, oder einfach nur die Natur zu genießen. Hat noch keinem geschadet und wird es auch nicht. Mein Vater sagt immer: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“. Bäh, der nächste platte Spruch. Das schlimmste ist einfach – wie bei so vielem im Leben – die Überwindung. Wenn ihr mal draußen seid, ist alles halb so wild und man kann sich wieder auf die warmen vier Wände freuen. Die Stimmung ist danach auch besser und ihr habt euch abgelenkt. Optimalerweise wart ihr nicht alleine unterwegs – manchen Menschen tut aber auch das sehr gut.

Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken. Marcus Aurelius

Natürlich schreibt es sich alles recht leicht und die Umsetzung gestaltet sich auch oft als schwierig. Ich bin noch längst kein Experte auf diesem Gebiet sondern möchte euch nur eine kurze Anregung geben, wie ihr es vielleicht schaffen könnt, euch nicht durch schlechte Gedanken den Tag bzw. das Leben vermiesen zu lassen.

Mir hat auch eine morgentliche Routine sehr geholfen, das Gedankenkarusell bremsen.

Ich kann euch zu dem Thema auch ein Buch empfehlen, das mir persönlich sehr geholfen hat:

Grübeln: Wie Denkschleifen entstehen und wie man sie löst

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Viel Spaß beim Lesen – und beim Beenden eures Gedankenkarussels.

Du bist großartig – vergiss das nie!

Fotos: Tom Bauer

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